Besprechungen release_a3y4qhv3nrfa7gc4ihn6xwdixi

Published in Zeitschrift für Germanistik by Peter Lang, International Academic Publishers.

2022   Volume 32, p418-470

Abstract

Carolin Amlingers groß angelegte Studie über kulturelle und ökonomische Grundlagen des Schriftstellerberufs geht von der Beobachtung aus, dass Kunst in modernen Gesellschaften eine eigentümliche Funktionsstelle besetzt, die zwischen autonomen und heteronomen Ansprüchen changiert. Als ,,Grundtatsache literarischer Produktion" identifiziert Amlinger entsprechend ,,die konflikthafte Verbindung von ästhetischen Normen mit ökonomischen Handlungslogiken" (S. 32). Das spannungsreiche Verhältnis zwischen Literatur als Ware und Literatur als Kunstwerk wird so zum roten Faden der Argumentation. Die Studie ist als literaturwissenschaftliche Grundlagenarbeit anzusehen, in der in synthetischer Perspektive viele Einzelphänomen in ihrer gegenseitigen Durchdringung in den Blick genommen werden. Wie funktioniert der Buchmarkt, welche Akteur:innen sind daran beteiligt, und wie verhält es sich mit deren Handlungsmacht? Welche Selbstbilder haben Autor:innen bei ihrer Arbeit? In welchem Verhältnis stehen diese zu den handfesten ökonomischen Bedingungen schriftstellerischer Arbeit? Amlinger legt empiriegestützt (sozialhistorisch und ethnographisch) dar, inwiefern Autonomie und Heteronomie der Kunst in schriftstellerischer Arbeit – zuweilen aporetisch – aufeinander bezogen sind.
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Type  article-journal
Stage   published
Date   2022-01-01
Language   en ?
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ISSN-L:  0323-7982
Work Entity
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Revision: f712f012-9f1d-4114-a51f-48ff895a86d6
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